"Früher habe ich für meine Ziele im Fußball gebetet. Heute habe ich zwei Kinder, da betest du für Gesundheit – für dich und die Familie!"

Das Spiegelfoyer, erste Etage des Stadttheaters Aachen. Kommt man die Treppe hinauf, so öffnet sich dem Blick des Betrachters nach und nach ein hoher lichtdurchfluteter Raum, der durch seine Spiegel rechts und links noch viel mehr Tiefe bekommt, je länger man sich umschaut und den Raum auf sich wirken lässt. So beeindruckend das erste Öffnen also auch schon ist, so lohnenswert ist erst recht der Seitenblick, der das Gesamtbild erst komplett macht.
Cristian Fiél ist Fußballer und das, was man wohl einen Muster-Profi nennt. Der 30-jährige bringt die Erfahrung aus seinem Leben um die Profistationen im Schwabenland, in Berlin, im Ruhrpott und im Rheinland mit, national und international. Cristian Fiél hat eine ganze Menge gesehen. Und trotzdem, so gestand er uns, war er vor diesem Interview ein bisschen nervös, weil es mal nicht um das letzte Spiel ging, also eben nicht um den Profi, sondern um den Familienvater, den Kumpel, den Spanier, kurz: um den Menschen.
Wir trafen „Fielo“ in diesem beeindruckenden Spiegelfoyer und haben einen äußerst souveränen und bodenständigen Mann kennengelernt, der sich selbst manchmal ein wenig langweilig findet und der im Interview so vielseitig mit den Händen arbeitet, wie im Beruf mit den Füssen.
