Archiv in der Kategorie ‘Die Interviews’

Sascha Rösler – Das Interview

Dieser Mann polarisiert. Wie kaum ein anderer steht er für die offene Konfrontation, für den unbändigen Willen, für den sprichwörtlichen Drecksack. Auf dem Platz, wohlgemerkt. Fußballprofi Sascha Rösler (Fortuna Düsseldorf) zeichnet sich bei unserem Gespräch durch Lockerheit und Feinsinnigkeit aus, die man bei einem Drecksack wohl so nicht vermuten würde. Eine sehr interessante Unterhaltung mit einem Mann, der gerade so etwas wie einen dritten Fußballer-Frühling erlebt, der sich seiner Rolle sehr bewusst ist und der seinen Schwiegervater fast zur Verzweiflung brachte.

 

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Daniel Adlung – Das Interview

 

Auf dem Tisch ein Buch über Bälle und Kugeln und ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte der Welt. Die äußerst zuvorkommende Bibliothekarin hat sich einen kleinen Scherz erlaubt. Darf sie, schließlich haben wir uns sehr wohl gefühlt in der altehrwürdigen Bibliothek des Aachener Suermondt-Ludwig Museums. Das lag aber ganz nebenbei auch an unserem Gesprächspartner. Daniel Adlung, 23, Fußballprofi, Deutscher Meister und Europameister, in einem sehr angenehmen Gespräch über Freundschaft, die gelegentliche Tiefe der eigentlich profanen Frage "Wie geht's?" und ein Tabu, an dem sich seiner Meinung nach nicht viel ändern wird.

 

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Markus Daun – Das Interview

 

Ein Interview im Sitzsack. Na ja, auf dem Sitzsack. Schwierig genug, sich da zu halten, als würde sich die Füllung eben nicht sekündlich nach vorne verabschieden, und als würde man eben nicht mit jedem Wort immer mehr zusammenschrumpfen. Macht aber eigentlich auch nichts, denn Markus Daun sitzt da, malt während des gesamten Gesprächs ein Bild für seine Tochter und erzählt. Dabei ist er so entspannt und gewitzt, dass der wachsende Höhenunterschied zwischen Interviewer und Interviewtem keine Rolle spielt – zumindest gibt er dem Interviewer das Gefühl.

Markus Daun (29) ist Profifußballer, den es sehr früh zurück in die Heimat gezogen hat, weil er eine starke Verbundenheit spürt und lebt. Im Interview mit playersTALK spricht er über Herzblut, das Aufzeigen von Alternativen und warum er lieber in den Kindergarten gegangen wäre, als nach Amerika.

 

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Thomas Stehle – Das Interview

"…bin z.B. in einer Woche zweimal vom Platz geflogen. Da beziehst du Prügel von Presse und Mitspielern"

„Was ich ganz vergessen habe zu fragen…“ Auf dem Männerklo. Nach dem Interview, nicht währenddessen wohlgemerkt. „Frag ruhig“, sagt ein Thomas Stehle, der zuvor schon mehr als eine Stunde lang ein geduldiger und durchaus redseliger Gesprächspartner war (und ein sehr angenehmer dazu), der sich aber jetzt erstmal die Hände wäscht. „Eigentlich wollte ich noch wissen, was die Leute von einem erwarten oder denken, wenn man irgendwo neu hinkommt und den Spitznamen ‘die Axt‘ mitbringt.“ „Mich hat jedenfalls noch niemand für einen Massenmörder gehalten!“

Thomas Stehle, 29 und Fußballprofi, liebt es auf den Punkt und ohne Umschweife. Außerdem Ordnung, gute Pläne und trotzdem in den Tag hinein leben, wie wir glauben, herausgefunden zu haben. Geregelte Ordnung und Spaß – das funktioniert? Wir trafen einen Sportler, der nicht gerne groß Aufhebens macht und Zufriedenheit in den kleinen Dingen findet – und beim Golfen. Thomas Stehle ist dennoch so wenig ein Klischee wie die Axt ein Massenmörder.

 

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Cristian Fiel – Das Interview

"Früher habe ich für meine Ziele im Fußball gebetet. Heute habe ich zwei Kinder, da betest du für Gesundheit – für dich und die Familie!"

Cristian Fiél

Das Spiegelfoyer, erste Etage des Stadttheaters Aachen. Kommt man die Treppe hinauf, so öffnet sich dem Blick des Betrachters nach und nach ein hoher lichtdurchfluteter Raum, der durch seine Spiegel rechts und links noch viel mehr Tiefe bekommt, je länger man sich umschaut und den Raum auf sich wirken lässt. So beeindruckend das erste Öffnen also auch schon ist, so lohnenswert ist erst recht der Seitenblick, der das Gesamtbild erst komplett macht.

Cristian Fiél ist Fußballer und das, was man wohl einen Muster-Profi nennt. Der 30-jährige bringt die Erfahrung aus seinem Leben um die Profistationen im Schwabenland, in Berlin, im Ruhrpott und im Rheinland mit, national und international. Cristian Fiél hat eine ganze Menge gesehen. Und trotzdem, so gestand er uns, war er vor diesem Interview ein bisschen nervös, weil es mal nicht um das letzte Spiel ging, also eben nicht um den Profi, sondern um den Familienvater, den Kumpel, den Spanier, kurz: um den Menschen.

Wir trafen „Fielo“ in diesem beeindruckenden Spiegelfoyer und haben einen äußerst souveränen und bodenständigen Mann kennengelernt, der sich selbst manchmal ein wenig langweilig findet und der im Interview so vielseitig mit den Händen arbeitet, wie im Beruf mit den Füssen.

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